Wolpertinger-Rodeo
im Kloster?

So soll das bayrische Fabeltier Wolpertinger laut Wikipedia aussehen.
Dürer lässt grüßen!

In Wöltingerode sieht man nur solche Tiere im Damwildgehege.

Wikipedia hat mich hochgehalten für einen Überblick auf das Klostergebiet.

So präsentiert sich der Eingangsbereich.
"Das Kloster Wöltingerode liegt in Niedersachsen im Goslarer Stadtteil Vienenburg.
Das Kloster wurde 1174 als Benediktinerkloster gegründet und bereits vor 1188 in ein
Zisterzienserinnenkloster umgewandelt. In dieser Zeit wurde der Grundstein für die
Klostergebäude gelegt, dessen Ausmaße noch heute vorzufinden sind.
1809 wurde das Kloster aufgehoben.
Heute wird das Kloster als Klosterhotel mit Gastronomie und für eine Brennerei genutzt.

Durch dieses Tor muss man passieren!

Das Hauptgebäude. Die Fässer weisen auf die Spezialität des Klosters hin.

Rechts daneben steht dieser Mauerrest mit Rogensteinen (s.u.) gemauert.

"Seit 1682 wird in Wöltingerode Korn aus eigenem Anbau gebrannt und zu Edelkorn und
Likören verarbeitet. Nach alter Klostertradition wird aus klarem Brunnenwasser,
Gerstendarrmalz und Weizen von den eigenen Klosterländereien eine Maische hergestellt
und diese in einer alkoholischen Gärung vergoren. Danach wird in kupfernen
Brenngeräten zunächst ein Rohbrand hergestellt, und dann erfolgt in der Klosterdestille
der zweite Brand. Das Ergebnis ist ein 96-prozentiger Feinbrand, der neben Ethanol nur
noch die Kornaromastoffe enthält. Mit Quellwasser aus dem Klosterbrunnen wird dieser
Grundstoff auf 38 Prozent Alkohol verdünnt („gespindelt“). Danach wird der Korn
mindestens ein Jahr in Eichenfässern in der alten Krypta gelagert. Aus dem
hochprozentigen Grundstoff werden durch Zugabe von Pflanzen-, Frucht- und
Kräuterextrakten, teilweise nach alten Rezepturen, auch verschiedene Liköre hergestellt.
Im Winter wird die Produktion mit einer über hundert Jahre alten Dampfmaschine
unterstützt."

Auch dieses Haus gehört zur Brennerei.

Die Klosterdarre. "Die Darre (von „dorren“,
„dörren“ und „dürr“) ist eine
seit der
Vorzeit bekannte Einrichtung zum Dörren, dem Trocknen von Lebensmitteln und
Gebrauchsgütern mit Hilfe von Hitze. Beim Getreide dient das Darren überwiegend
der Haltbarmachung. Da Getreide erst unter 14 % Feuchte sicher lagerfähig ist, je
nach Witterung aber auch mit einer höheren Feuchte gedroschen wird, muss die
Feuchte durch Trocknen entzogen werden. Würde die Lagerung zu feucht erfolgen,
wäre der Befall mit Pilzen und Schädlingen die Folge. Auch kann durch Feuchtigkeit
im Getreide eine Selbstentzündung erfolgen. Bei der späteren Vermahlung des
Getreides kann es jedoch notwendig werden, dieses in Abhängigkeit von der
„Glasigkeit“ des Korns wieder auf 16–17 % Feuchte „aufzunetzen“ (anzufeuchten),
da die trockene Schale bei der Vermahlung zu sehr splittern und eine Trennung
zwischen Kleie und Mehl erschweren würde."

Das Kloster lebt aber nicht nur von geistigen Getränken.
Das ist der Seitenflügel vom Hotel.

Das Hauptgebäude vom Hotel sieht ganz ansehnlich aus.

Das ist das lange Wirtschaftsgebäude des Klosters.

Die Bäckerei an der Seite gehört auch dazu.

Früher war die alte Wassermühle für die Bearbeitung wichtig.

Der Mühlgraben.

Zur Mühlennutzung wurde das Wasser hier eingeleitet.
Heute ist die Mühle nicht mehr in Betrieb. "Seit 1994 wird bei Wöltingerode der
Besatz der Oker mit Lachsbrütlingen betrieben. Unter der Projektbezeichnung
Okerlachs 2000 verfolgt seit 2002 ein Zusammenschluss von Angelsportvereinen,
Gewässerunterhaltungsverbänden und weiteren Organisationen mit Unterstützung
der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt das Projekt der Wiederansiedlung
von Atlantischem Lachs und Meerforellen in Aller, Oker und den Nebengewässern.
Im September 2011 konnte mit Unterstützung der Klosterkammer Hannover und
weiterer Sponsoren im alten Mühlengebäude des Klosters Wöltingerode ein
Lachs-Infocenter eröffnet werden, das eine „Erlebnisausstellung über den Lachs
und andere einheimische Fischarten“ zeigt und Besuchern regelmäßig offensteht."

"Die ehemalige Klosterkirche hat durch mehrfache Um- und Anbauten in
verschiedenen Bauzeiten ihr heutiges Aussehen bekommen und besteht aus zwei
Teilen. Der östliche, noch heute als Kirchenraum dienende Teil ist eine romanische,
kreuzförmige Basilika mit Querhaus und einjochigem Chor, die bald nach 1174
entstanden, sowie zwei Langhausjochen im gebundenen System vom Anfang des
13. Jahrhunderts. Das zweite, östliche Chorjoch stammt von einer Erweiterung
um 1700. Der westliche, heute profanierte Teil der Kirche besteht aus einer
romanischen, kryptenartigen Unterkirche, vermutlich die ursprüngliche Grablege
des Grafen von Wohldenberg, und der gotischen Oberkirche als Nonnenempore.
Zeitweise wurde dieser Teil vom Gut als Speicher benutzt, heute ist es ein Konzert-
und Veranstaltungsraum für ca. 250 Personen."
Der westlich anschließende, barocke Turm ist 1718 datiert."

Hier sind auch die Rogensteine zu erkennen.

"Am 25. Mai 1676 suchte eine große Feuersbrunst das Kloster heim. Anschließend
wurden die Gebäude wieder aufgebaut, woran mehrere Bauinschriften erinnern:
Die Inschrift auf der historischen Steintafel nennt die Äbtissin Lucia Rosa sowie den
Propst D. A. Pensticker aus dem Jahr 1718."

"Nach der Rekatholisierung entstand um 1700 eine barocke Innenausstattung:

"Der zweigeschossige Hochaltar mit seitlichen Heiligenfiguren enthält gemalte
Altarblätter mit Marienkrönung"


"und darüber Maria zwischen Anna und Joachim."

Flankiert wird der Altar von diesen Figuren.

"Die
Kanzel mit Christus und den vier Evangelisten aus der ersten Hälfte des
18. Jahrhunderts wurde 1792 in Weiß und Gold gefasst."

Die Rückseite der Kirche ist ziemlich schmucklos.

Dafür liegt hier immer noch Jesus im Sarg. Hat der seine Auferstehung verschlafen?

Zum Abschluss wollten wir im Klosterkrug einkehren. Aber geschlossene Gesellschaft!
2023 war ich schon mal hier, vor allem wegen des Gipsabbaus im benachbarten Oker.

So präsentiert sich die Abbaustelle bei Annäherung.

Bei günstigem Einblick sieht man das hier.

Ein Detail, das die Verwerfung im Harlygebiet zeigt.

Das schönste Beispiel aber ist diese Schrägstellung der Schichten.

Etwas näher dran.

Weil der Klosterkrug geschlossen war, mussten wir unseren Koffeinspiegel in
Bad Harzburg auffüllen. In der "Kurpassage" fielen einige Häuser ins Auge
wie hier die Radauburg. Da gibt es kein Radau, sondern das Flüsschen heißt so.

Das Hotel zum Rebstock.

Das Hirsch Restaurant ist in neuerem Stil gebaut.

Haus Vordereck

Das ehemalige Hotel Parkhaus.

Und die Villa Flora als letztes Beispiel

Der Luchs ist mittlerweile seit seiner erfolgreichen Wiederansiedelung zum
Symboltier des Harz aufgestiegen.

Und der arme Hase hat seinen Fressfeind immer vor Augen.
(es muss ein Hase und kein Kaninchen sein, denn seine Ohren sind länger und an der
Spitze dunkel!)

Auf diese Art endet ein schöner Tag!
Übersicht 2026